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Banken & illegales Glücksspiel: Der Druck nimmt zu!

Banken & illegales Glücksspiel: Der Druck nimmt zu!

Für Illegale Casinos wird es nun schwieriger Zahlungen zu erhalten. In Niedersachsen hat das Innenministerium entschieden, dass keine Gelder mehr an illegale Online-Casinos weitergeleitet werden dürfen. Diese Information wurde den größten Banken in Deutschland, per Brief vom niedersächsischen Innenministerium mitgeteilt. Man setzt nun das Mitwirkungsverbot, welches im Glücksspielstaatsvertrag geregelt ist, mit aller Härte um. Dafür sollen die Banken eigenständig Maßnahmen umsetzen, um dann dieser Verpflichtung nach zu kommen. Als Frist wurde hier eine unmittelbare Umsetzung in dem Schreiben gefordert. Ein Verbot für das weiterleiten und das Auszahlen von Geld gibt es zwar schon lange Zeit, leider wurde dieses Verbot immer von den Finanzdienstleistern missachtet.

Glücksspiel und Druck auf Banken

Boris Pistorius vom niedersächsischen Innenministerium ist hierbei der Initiator, der gegen das Glücksspiel vorgehen möchte. Spieler sollen zukünftig Investitionslimits haben und es soll das Suchtverhalten analysiert werden. Somit soll auch der Schutz des Spielers verbessert werden.

Lukrativ für die Finanzdienstleister vs. Illegal und verboten:

Schon im Juni 2019 reagierte das Ministerium und verbot Paypal die Beteiligung am Glücksspielgeschäft. Paypal zog sich dann, nach eigener Aussage, entsprechend aus dem Glücksspielmarktbereich zurück und würde wohl nicht gegen die Untersagung verstoßen. Für die Banken ist das ganze natürlich eine gute Einnahmequelle. Viele Einnahmen werden über Gebühren von Kreditkartenzahlungen generiert. Banken die im Bezug zu illegalen Casinos stehen, vertuschen ihre Transaktionen und probieren die Verknüpfungen zu Glücksspiel-Seiten zu verbergen. Es werden „Briefkasten-Firmen“ in anderen Ländern errichtet, um die Gelder in ein anderes Land zu leiten, von dort dann wieder nach Deutschland zurück. Dadurch werden Steuern gespart und die Herkunft verschleiert. Im Jahr 2017 konnten Gewinne von mehr als 2 Milliarden Euro erwirtschaftet werden und die Einnahmen steigen. In den „Paradise Papers“ die eine Übersicht darstellen von illegalen Firmen und den Wegen der Verschleierung.

Die Banken dürfen selbst regulieren, wie sie die Transaktionen überwachen und das Verbot umsetzten. Dies lässt aber auf der anderen Seite wieder Spielraum für lässigere Regulierungen. Obwohl zum Beispiel Blackjack in Deutschland nicht erlaubt ist, bieten viele Anbieter aus dem Ausland solche Spiele an. Dabei ist es egal, ob sie sich den Casino Bonus ohne Einzahlung sichern oder komplett mit Eigeneinsatz spielen. Aufgrund der anderen Gesetzeslage und dem Sitz im Ausland, können die Behörden hier schlecht reagieren. Es müssen hier dann erst einmal Internationale Rechte erwirkt werden. Es müssen Genehmigungen eingeholt werden. Die Länder kooperieren auch zum Teil nicht. Je nach der Bürokratie und der Motivation, können diese Maßnahmen aber lange dauern oder nicht durchgesetzt werden. Das macht den Behörden natürlich den Kampf gegen die Casinos sehr schwer.

Hohe Strafen und Freiheitsstrafen:

Entscheidend ist das Strafgesetzbuch und hier der §284. Wird ein Glücksspiel veranstaltet oder eine Einrichtung zur Verfügung gestellt, kann dies zu einer Haft von bis zu 2 Jahren oder einer Geldstrafen führen. Somit muss immer vorher eine behördliche Genehmigung eingeholt werden. Dies gilt auch für Vereine und geschlossene Gesellschaften. Wenn jemand zusätzlich ein Gewerbe betreibt oder Mitglied einer Bande ist, für den werden die Strafen nochmal härter. Hier sind 3 Monate bis 5 Jahre möglich. Schon allein das Werben für Casinos kann zu Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr und zu entsprechenden Geldstrafen führen.

Konsequenzen für Spieler:

Zurzeit gibt es noch keine Konsequenzen für Spieler. Allerdings soll es ab Mitte 2021 den sogenannten „Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag“ geben. Dieser begrenzt den Gesamtbetrag den Spieler investieren können auf 1000€ pro Benutzerkonto. Somit ist nach dem Verlust dieses Betrages im Monat Schluss. Die Frage ist, wie das ganze aussieht, wenn man sich auf mehreren Portalen anmeldet. Der Account wird im ersten Moment nur auf diesem einen Portal gesperrt. Hier muss man abwarten wie sich das ganze entwickelt. Die Gewinne werden dabei aber nicht in das 1000€ Limit eingerechnet, sondern nur das investierte Geld. Der Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag hat als Dokument einen Umfang von insgesamt 70 Seiten.

Auf der anderen Seite sollen die Online-Casinos legalisiert werden und nochmal klarer geregelt und reguliert werden, allerdings unter der Bedingung von höheren Auflagen. Die Anbieter sollen auch System einführen, die ein Suchverhalten erkennen können. Somit sollen Spieler die eine Sucht haben, abgefangen und betreut werden. Wie diese Kontrollen ist noch fraglich. Wahrscheinlich werden die Hauptfaktoren die Spielzeit und die Regelmäßigkeit des Spielen der Spiele sein. Dies kann ich aber nur vermuten. Auch die Werbung für das Glücksspiel wird eingeschränkt und es soll auch nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein.

Fazit zum Druck auf Banken wegen illegalen Glücksspiel:

Das Glücksspiel ist ein großes und breites Thema, beim Ministerium, bei den Banken und natürlich bei den Casinos. Es wird immer weiter versucht Lücken zu schließen. Kooperationen mit anderen Ländern zu erreichen, die natürlich auch an den Einnahmen mit verdienen. Gesetze werden verschärft. Für Spieler kommen mehr Schutzmechanismen, die Spieler schützen und große Verluste begrenzen sollen. Die legalen Casinos kämpfen natürlich auch gegen die illegalen an. Der Druck auf die Banken und Anbieter erhöht sich natürlich. Auf der anderen Seite arbeitet man daran das online Glücksspiel zu legalisieren und ehrlichen Anbietern mehr Markteinfluss zu geben.

Natürlich bleibt das ganze ein „Spiel“. Die Regelungen für Spieler werden erst 2021 umgesetzt. Man muss hierbei einfach abwarten wie sich alles entwickelt.

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